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Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen sind im normalen Eintrittspreis enthalten.

Tell me more! Tell me more! – Literatur und Computerspiel

10.09.2018 bis 14.01.2019

Die interaktive Sonderschau beleuchtet den Facettenreichtum der intermedialen Bezüge zwischen Literatur und Computerspiel. Sie lädt ein zu einer Reise in die Welt des Erzählens, ob in Gestalt der Visual Novel, der interaktiven Fiktion oder spielbarer Klassiker der Literaturgeschichte. Und sie öffnet die Türen phantastischer Romanwelten, die es bislang nur in unserer Fantasie gab.

Das Medium Computerspiel vereint audiovisuelle Inhalte, Text und interaktive Elemente und bietet so die Möglichkeit, Geschichten auf eine besondere Art zu erzählen und zu erleben. Kein Wunder also, dass literarische Vorlagen – ähnlich der Literaturverfilmung – in das Computerspiel übersetzt werden, um darin auf eine neue Weise erfahrbar zu werden.
Aber auch über diese sogenannten „Literaturversoftungen“ hinaus gibt es zahlreiche Wege, auf denen sich das Computerspiel der Literatur nähert. So gibt es Spiele-Autoren, die Drehbücher für Games entwickeln oder auch Textadventures, in denen das Spielgeschehen nahezu ausschließlich als Text präsentiert wird. Mal wartet ein für das Spielgeschehen entscheidender Hinweis in einem Buch oder die Spielumgebung bietet riesige Bibliotheken, in denen wir uns die Zeit vertreiben können. Das Computerspiel kann Spielende aber ebenso in die Rolle von Autorinnen oder Autoren schlüpfen lassen, um die Welt durch deren Augen und Ohren zu erleben. Oder es ermöglicht uns gar, in Romanuniversen einzutauchen, damit wir darin eigene Abenteuer erleben können.

Der Katalog zur Sonderschau bietet auf 68 Seiten überraschende Einsichten zum Thema "Literatur und Computerspiel". Er ist zum Start der Ausstellung für 2,50 in unserem Museumsshop erhältlich.

Eine Sonderausstellung des Computerspielemuseums

Produktion, Kuration, Szenographie, Grafik, Redaktion:
Philipp Frei, Mascha Tobe von “we love old games“

Produktionsleitung CSM: K.-Peter Gerstenberger
Videoproduktion, Szenografie: Margarita Filipenko
Texte: Mascha Tobe, Konstantin Wach, Matthias Oborski, K.-Peter Gerstenberger, Philipp Frei
Lektorat, Übersetzung: Barthold Pelzer
Projektassistenz: Gregor Häfner
Technischer Support: Matthias Oborski, Martin Wagner, Tobias Hermann
Leihgaben: Cyd Thiele, Matthias Oborski, Philipp Frei, Nicole Hanisch, Matej Samide

Die Sonderschau im Forum des Hauses kann ohne Aufpreis mit dem Tagesticket besucht werden.

Aufschlag Games. Wie die digitalen Spiele in unser Leben traten


Die Sonderausstellung „Aufschlag Games“ lässt die Besucher in eine Zeit eintauchen, in der Computerspiele unser Alltagsleben eroberten. Die Zeitreise führt von den öffentlich aufgestellten Videospieleautomaten bis hin zu den Heimkonsolen aus verschiedenen Jahrzehnten. In authentisch nachinszenierten Erlebnisräumen können sich die Besucher an originalen Geräten die Anfänge unserer digitalen Informationsgesellschaft selbst erspielen.

Bereich Spielhalle

Von den 1970er-Jahren bis in die 1980er-Jahre waren es die Videoautomatenspiele, die den Takt vorgaben. Hier war es möglich, teure Computertechnik und auf das Spiel abgestimmte Ein- und Ausgabegeräte zu verbauen.

Heimbereich
- Wohnzimmer, späte 1970er-Jahre:
Die ersten Heimvideospiele wurden nicht als Spielzeuge für Kinder, sondern als Erwachsenen- bzw. Familienunterhaltung verkauft. In den Haushalten stand üblicherweise nur ein Fernseher im Wohnzimmer. Deshalb wurden diese Geräte z.B. durch Verwendung von Holzfurnieren den damals gebräuchlichen Designs angepasst.

- Hobbyraum, 1. Hälfte der 1980er-Jahre:
Nachdem Apple (1977) mit dem Apple II den ersten Heimcomputer erfolgreich etablierte, begannen immer mehr Menschen, sich privat mit der neuen Technik zu beschäftigen. Waren Computer vorher nur etwas für Spezialisten, konnten sich von nun an viel mehr Menschen diese neue Technik aneignen. Begünstigt durch einen schnell einsetzenden Preisverfall verbreiteten sich die Heimcomputer vor allem als Spielmaschinen schnell in den Haushalten.

- Kinderzimmer, 2. Hälfte der 1980er-Jahre:
Vor allem durch den Erfolg des japanischen Videospieleherstellers Nintendo veränderte sich das Image von Videospielen: Aus einem Vergnügen für alle Generationen wird zunehmend ein Kinderspielzeug. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Anschaffung von Zweitfernsehern für die Kinderzimmer und durch die erfolgreichen, mobilen, batteriegespeisten Spielgeräte. Dank ihrer Einfachheit waren diese Geräte so preisgünstig, dass auch Kinder sie von ihrem Taschengeld kaufen konnten.

- Wohnzimmer, Mitte der 1990er-Jahre:
In der Mitte der 1990er-Jahre finden wir den nächsten Meilenstein. Mit der CD-ROM erlangte ein optischer Datenträger Produktionsreife, der ein Vielfaches der Menge an Daten als die damals üblichen Datenträger speichern konnte. Damit ließen sich nun erstmals auch ganze Filmsequenzen und komplexe Soundtracks in ein Spiel packen. So war es nur konsequent, dass der Platz im Wohnzimmer wieder stärker in den Fokus rückte und die Videospielekonsolen als Multi-Media-Geräte vermarktet wurden.
Sonderausstellung
Aufschlag Games. Wie digitale Spiele in unser Leben traten.
Täglich 10:00 bis 20:00
Eintritt mit dem normalen Ticket

Die Vernissage fand am 7. Januar 2015 im Computerspielemuseum statt. Das Grußwort hielt der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, der die Ausstellung anschließend mit großem Interesse besichtigte.
Kontakt
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin

Besucherservice:
Tel.: +49 30 6098 8577
(täglich 10-20 Uhr)